Der ganz besondere Kirmesmontag 2013

Der Kirmesmontag 2013 begann wie jeder Montag in den Jahren zuvor, aber es ahnte noch keiner welchen Verlauf dieser Tag noch nehmen würde. Wie immer traf man sich so gegen 11 Uhr vor der Kneipe „Haus Schlömer“, wo man die erste flüssige Nahrung zu sich nahm. Geschlossen mit dem ganzen Regiment zog man ins Zelt ein und wurde wie immer bestens aus der Feldküche der Artillerie mit dem Ausschank der Erbsensuppe versorgt. Nach einer Sättigungspause und ein, zwei Bierchen oder auch mehr, bei dem ein oder anderen durfte es auch etwas anderes als Bier sein, erhob man sich um geschlossen mit alle Mann und Frauen an die Theke zu gehen. Es entstand ein gewisser Bewegungszwang der dann bei einigen in Tanzen ausartete. Runde um Runde wurde die Getränkepalette immer bunter und die Stimmung stieg.

Bunte Palette
Bunte Palette

Der offizielle Teil im Zelt neigte sich auch schon so langsam gegen Ende und da noch fast alle des Zuges anwesend waren, beschloss man zum Resteessen vom Buffet des Vortages, noch zum Zugkönig Hans-Jürgen zu gehen. Da im Zelt schon neue Namen als Schützenkönig in den nächsten Jahren gehandelt wurden, sprachen ein paar Kameraden Bernd auf dem Wege zum Zugkönig an, wie es um ihn und Anja als Schützenkönigspaar im Jahr 2015 aussehen würde. So wie es Bernd seine Art ist, wiegelte er das lapidar mit einem Grinsen ab und der Äußerung „Nicht 2015 !!!“. Die Äußerung von Bernd zeigte uns, dass er der Sache nicht ganz Abgeneigt war. Nun muss im Vorfeld gesagt sein, dass es bereits auf einem Abend bei einem Konzert der Klüngelköpp im Gloria, seitens von Anja, zwar nicht mehr in einem nüchternen Zustand, es eine fatale Aussage gegeben hat. Sie meinte nur „Wenn die Klüngelköpp bei uns Kirmes auftreten gehe ich als Schützenkönigin“. Dies muss man einem Zug wie uns nicht zweimal sagen. Kommen wir nun wieder auf den Kirmesmontag zurück. Nachdem man beim Zugkönig Hans-Jürgen angekommen war, wurde alles an Resten vom Buffet vom Vortage und allesweitere essbare hervorgekramt und servierfertig hergerichtet, sowie Spätzle die mit Ei mal durch die Pfanne gezogen wurden oder Reste vom Krustenbraten die eben kalt auf den Tisch kamen.

Der Kleine und ein paar Eierspätzle
Der Kleine und ein paar Eierspätzle

Nach dieser Stärkung lies es den Kameraden und den Kameradieschen immer noch keine Ruhe und es wurde wiederum auf Bernd eingeredet. „ Bernd, ihr müsst das 2015 machen wenn ihr das noch machen wollt! Die kommenden Jahre sind schon belegt mit Königen! Wir Frauen gehen doch nicht mehr als Hofdame mit wenn wir schon 60 sind! Wie soll das denn aussehen!“ So gab das eine Wort das andere und man merkte wie Bernd sich immer mehr in sich kehrte. Er merkte auch immer mehr, dass der Zug, sein Zug, mit alle Mann und auch Frauen hinter Ihm und Anja für dieses Amt stand. Leider war Anja zu diesem Zeitpunkt, da sie durch Ihre neue Stelle arbeiten musste, noch nicht anwesend und wusste nicht von dem was da vor sich ging. Bernd begann mit Anja zu Simsen. Nach einer Weile öffnete sich das Hoftor durch das Anja schritt. Alle Anwesenden stimmten zeitgleich den Präsentiermarsch an und klatschten dazu in die Hände. In gleichnamigen Moment war Bernd so gerührt das er Tränen in den Augen hatte. Anja setzte sich zu ihm, und immer noch erschallte der Präsentiermarsch. Anja sagte zu Bernd „Wir machen das!“  und Bernd antwortete unter Tränen nur „JA!“.

Der entscheidende Moment
Der entscheidende Moment

Sogleich brach nicht nur Jubel aus, nein, auch bei vielen standen Tränen ins Gesicht geschrieben. Dies war ein unbeschreiblicher Moment, ein Moment den auch unser Präsident des Bürgervereins, Dirk mit Patricia, die anwesend waren, nicht glauben konnten was da gerade geschah.

Ein inniger Moment
Ein inniger Moment
Die Unterzeichnung
Die Unterzeichnung

Schnell wurde, auf der Rückseite unserer Buffetbestellung, ein Vertrag aufgesetzt, unterschrieben und dem Präsidenten ausgehändigt. Ebenso schnell wurden Rosi und Michael, die zu diesem Augenblick beim amtierenden Schützenkönig weilten, Martina, die ihren alkoholisierten Ralf versorgt hatte, in Kenntnis gesetzt. Auch Anja rief voller Freude ihre Mama an und alle genannten fanden sich schnell vor Ort ein. Es wurde noch lange und ausgiebig gefeiert und bei manch einem begannen schon die Überlegungen für die Überraschung zur Vorstellung 2014 und der zu errichtenden Residenz.