Die Trümmerfrauen

Wie jedes Jahr, so gingen wir auch im Jahr 1991 nach dem Frühschoppen und Erbsensuppeessen gemeinsam in Richtung Zugkönigresidenz, die diesmal bei Thomas S. aufgebaut war. Wie schon auf dem Heimweg für uns zu erkennen, zog ein Unwetter auf. Wir erreichten jedoch die Residenz noch rechtzeitig. Gleich nebenan hatte der Jägerzug „Immerblau“ bei Frimmersdorfs Franz seine „Residenz“ errichtet. Wie man nach dem Unwetter, das mit Regen und Sturm wütete, genau erkennen konnte, hatte unsere jahrelange Bauerfahrung eine sturmfeste Residenz gezaubert, während bei den Nachbarn nur noch Schrott übrig war. Da Immerblau, wie der Name es bereits sagt, noch immer feste im Zelt soff, mußten wir den heulenden und wild durcheinander laufenden „Trümmerfrauen“ mit Trost zur Seite stehen und unter den Rock, oh Entschuldigung, unter die Arme greifen. Getreu dem Motto jeden Tag eine gute Tat, räumten wir die Nachbarresidenz ab und verstauten alles so gut wir konnten.

Nach verrichteter Arbeit stürzten wir uns dann wieder in unsre Feierlichkeiten, ohne jedoch zu vergessen, daß natürlich eine Rechnung seitens „Immerblau“ beglichen werden mußte. So schrieben wir eine Rechnung in Höhe von zigtausend Mark. Wir waren aber nachher so kulant, uns auf ein Pittermännchen herunterhandeln zu lassen.

 

Auf dieses Pittermännchen warten wir aber heute noch!